Extrablatt – Erdbeben erschüttert Lakeside

Am Donnerstag den 10.12 zeigte sich in Lakeside die Natur mal wieder mit einem grausigen Gesicht der verängstigten Bevölkerung.
Gegen 17:00 Uhr am Abend bebte die Erde mit einer gemessenen Stärke von 2,5.
Das Epizentrum lag in der Nähe von Los Diablos, und die Erschütterung erstreckte sich über mehrere tausend Kilometer.
Ich war zu diesem Zeitpunkt mit meinem Auto im Süden des Landes unterwegs gewesen, und berichte hier nun aus meiner Sicht:

Gerade war ich auf dem Weg zu Mrs. Jansen, welche an diesem Tag Ihren 100 Geburtstag feierte.
Sie sollte “Das Lächeln des Tages” in der neuen Ausgabe werden, doch ca. 4km vor ihrer Heimatstadt wurde ich von einer höllischen Naturgewalt gestört.
Es fing ganz leicht an, nur ein Zittern, ein Vibrieren, doch in Sekundenschnelle trat ein mächtiges Beben auf.
Man konnte sehen wie die Bäume wackelten und die Vögel sich in den Himmel flüchteten.
Beinahe mit einem Rad im Graben blieb ich am Straßenrand stehen, erschüttert und Bewegungslos.
Als ich aus dem Fahrzeug trat beruhigte sich die Erde und eine tiefe Stille legte sich über das Land.

Einen Moment lang blieb ich stehen, bis ich wieder ins Auto stieg, den Motor startete und weiter fuhr.
Ich kam keine 3 km weit, und schon trat ein weiteres Beben auf.
Dieses war weitaus stärker gewesen, man konnte es deutlich spüren.
Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits in der Stadt angekommen, und als ich aus der Scheibe sah, ließen sich kleine Risse erkennen, welche sich bereits über einige Fassaden zogen.
Diesmal blieb ich nicht stehen und fuhr weiter zu Mrs. Jansen, da ich mir Sorgen machte.
Dort angekommen erschütterte zugleich eine 3. Welle das Land.
Mrs. Jansen rannte aus ihrem Haus, so schnell es ihre alten Knochen noch erlaubten.
Wenige Augenblicke später durchdrang ein lauter Schlag das Grummeln des Bebens.
Ihr altes Haus hielt diese Last nicht aus, und war kurzerhand zusammen gebrochen.

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Auch andere Häuser stürzten ein, Sirenengeheul drang durch die Gassen der Stadt.
Schnell setzte sich Mrs. Jansen zu mir ins Auto und schaltete das Radio ein.
Während ich wieder los fuhr lauschten wir den Worten des Radiosprechers:
“Es wurde soeben bekannt gegeben, dass der Landesweite Katastrophenfall ausgerufen wurde.
Die Bürger sollten sofort ihre Häuser verlassen, und sich nicht auf öffentlichen Plätzen und Städten aufhalten.
Schützen Sie Ihren Kopf vor Trümmern und begeben Sie sich in Sicherheit.
Es wurde eine Notfallstation wurde im Hochsicherheitsgefängnis für die Bevölkerung eingerichtet.”

Es war ein furchtbarer Anblick, wie sich die Panik breit machte.
Verletzte Menschen lagen auf der Straße und Frauen trugen ihre Kinder aus der Stadt.
Das Flackern der Blaulichter brannte sich in meine Netzhaut, und ich wusste diesen Menschen nicht zu helfen.

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Ich schloss mich direkt den Fahrzeugen an, welche in Richtung Gefängnis aufbrachen.
Hin und wieder kam eines durch die andauernden Beben von der Straße ab, oder ein Baum stürze zu Boden.
Ein totales Chaos brach aus.
Der Weg schien länger als in der Erinnerung zu sein, und Mrs. Jansen und ich waren Gottfroh als wir das Gefängnis endlich erreichten.
Wir wurden von hilfsbereiten Polizisten in die Verwaltungsgebäude gebracht, in denen es das Mindeste an Verpflegung und ärztliche Versorgung gab.
Die Beben schienen nicht aufzuhören, und Furcht zeichnete sich in den Gesichtern der geflohenen Einwohner ab.

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Natürlich besann ich mich schnell wieder meines Berufes, und nutze die Gelegenheit um ein paar Leute zu interviewen:

Wie fühlen Sie sich in diesem Moment?

Anonymer Bürger
“Es ist schrecklich, ich habe noch nie solch eine Gewalt gespürt.
Ich habe Angst um mein Leben, um das Leben meiner Familie.
Gott beschütze sie, wo sie auch gerade sein mögen”

Rettungsassistent
“Ich habe keine Angst, ich bin hier um zu helfen und das tue ich”

Maskierter Mann
“Ist schon ne schwierige Situation grad, brauchst du was um dich zu entspannen?”

Polizist
“mummel mummel blarf” (ich habe kein Wort verstanden, der hätte erstmal den Zipfel seines Hemds aus dem Mund nehmen sollen)

Was können oder möchten Sie mir zu dieser Situation sagen?
Anonymer Bürger
“Wir dürfen jetzt auf keinen Fall verzweifeln, egal wie das heute ausgeht.
Wir müssen versuchen stark zu bleiben”

Rettungsassistent
“Gehst du mir jetzt vielleicht mal aus dem Weg? Da hinten müssen Leute versorgt werden! Stell nicht so viele Fragen!”

Maskierter Mann
“Ich habe Kokain, Hasch, Pilze, alles was das Herz begehrt, bist du dir sicher, dass du nichts brauchst?

Polizist
“bla bla blubber blubber fasel” (mal ehrlich, schmeckt das Hemd so gut?)

Wo waren Sie zu dem Zeitpunkt des ersten Bebens?
Anonymer Bürger
“Ich war auf dem Markt einkaufen. Als es eingesetzt hat waren wir alle völlig erstarrt. Einige Stände sind umgefallen, und ein Mensch ist sogar herumgerannt uns schrie wir müssen alle sterben!”

Rettungsdienst
“Bist du eigentlich völlig behämmert oder was?! Die Leute hier brauchen Hilfe!”

Maskierter Mann
“Das ist ein echt guter Preis! Ich habe hier “Weltuntergangszauber”, der lässt dich sogar auf den Gewitterwolken fliegen!”

Polizist
“mapdfijgewnggbspiughwpir” (einfach lächeln, nicken, und hoffen, dass das keine frage war)



Die Stimmen der Leute werden immer lauter, welche behaupten, die Regierung steckt hinter all dem, um die Bevölkerung von etwas fern zu halten, das sie nicht sehen sollen. Was sagen Sie dazu?
Anonymer Bürger
“Nun das wäre höchst bedauerlich, aber so abwegig ist das garnicht.
Ich hoffe zumindest, diese Theorie entspricht nicht der Wahrheit”

Rettungsassistent
“Ich werd dir gleich sowasvon in deine …… ……, du verdammte ……., geh mir sofort aus dem …… Weg oder ich werde dir ……. …… …….. ……. …………. … … ……….. “

Maskierter Mann
“Na gut, wer nicht will der hat schon was?
Dann nehm ichs eben selbst, dat brauch ike jetzt.”

Polizist
“nom nom nom nom nom nom nom” (OMG jetzt hatte der auch noch seine Krawatte im Mund)

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Aus den Aussagen der Leute ist deutlich herauszulesen, dass an diesem Abend viel Verwirrung herrschte.
Ich gehe einfach mal davon aus, die verhalten sich nicht immer so.

Zu einem späteren Zeitpunkt setzten heftige Stürme und Gewitter ein.
Was genau da vor sich ging, weiß bisher noch niemand.
Einige behaupten es seien atomarische Detonationen gewesen, dies würde zumindest einiges Erklären.

Als ich aus dem Gebäude nach draußen trat, viel mir mein kleiner Mini Cooper auf, welcher von einem unbekannten Mann im weißen Anzug gefahren wurde.
Empört rannte ich zu ihm, und fragte was das denn solle.
Aus dem Auto drang eine Stimme mit seltsamen Dialekt “Steigen ein, wenn du willst überleben”
Da dies eine perfekte Gelegenheit für meine nächste Story zu sein schien, tat ich was er sagte. Viel hatte ich ja nicht mehr zu verlieren.
Kaum hatte ich die Beifahrertüre geschlossen, trat er wie wild aufs Gaspedal und fuhr aus dem Gefängnis.

Wir hielten ein kleines Schätzchen wie es nun weitergeht, doch schon bald bemerkten wir ein rotes Auto mit unbekannten Insassen, welche uns seltsamerweise verfolgten.
Die Hetzjagd zog sich über mehrere Minuten voller Adrenalin, bis der Fahrer meines Coopers an einer Leitplanke zu stehen kam, und unsere Verfolger in unsere Seite knallten.
Wir überschlugen uns zwei mal, bis wir wieder auf den Reifen zu stehen kamen.
Ich war erstaunt darüber, wie viel dieses Auto aushält.

Zugleich sprang mein Fahrer aus dem Wagen, zog seine Waffe und schrie unsere Verfolger an, welche sich ebenfalls aus dem demolierten Wagen flüchteten.
“Auf den Boden! Alle ihr beide runter! Was wollen Ihr von uns?”
“Brot” war ihre Antwort gewesen, “Wir wollten nur Brot”
Völlig verdutzt von dieser Antwort, wussten wir nichts mehr zu sagen.

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Ich checkte das Auto nach dem Zustand, und als ich dieses für Fahrtauglich befunden hatte, stieg ich wieder ein.
Während sich der Mann im weißen Anzug wieder zum Auto begab schrie er noch “Sie bleiben auf die Boden bis wir weg sind!”
Er setzte sich wieder hinter das Steuer und sogleich zerriss ein Knall das tosen des Sturms.
Ich sah zu ihm rüber, als sein Körper auf dem Sitz zusammen sank, und das Blut seinen eleganten weißen Anzug rot färbte.
Sie hatten ihn erschossen. Schnell machten sich die Männer davon und ich war froh, dass sie mich verschonten.
Hastig fuhren sie mit quietschenden Reifen in den Sturm.